Wenig im Raum bedeutet wenig Ablenkung

Diese Woche hatte ich berufliche Schulungen in zwei unterschiedlichen Niederlassungen eines Unternehmens. In der kleineren Niederlassung wurde uns ein kleiner Meetingraum zur Verfügung gestellt, der aufgrund der geringen Größe der Niederlassung auch zum Lagern von diversen elektronischen Geräten verwendet wurde, zwei Drucker, ein Server und einige Laptops. Mit drei Laptops und zwei Beamern waren wir praktisch auf den ganzen Raum verteilt, Wände, Tische und ein Flipchart wurden zur Wissensdarstellung genutzt.

An einem Tag der Schulung ging die Reise in die Hauptniederlassung des Unternehmens, einige Kilometer weiter. Es war größer, ordentlicher und moderner. Der Meetingraum den wir zugeteilt bekamen, wurde ausschließlich für Meetings genutzt. Ein großer Tisch für die Nutzer, ein kleiner Tisch für verschiedene Flaschen Wasser, Saft, Cola und Kaffee. Auf dem großen Tisch waren nun unsere drei Laptops und ein Beamer.

Der Unterschied war wie Tag und Nacht. Es gab in diesem Raum praktisch nichts was die Aufmerksamkeit vom Schulungsmaterial ablenken konnte (Wenn man mal vom W-LAN absah). Man hat sich freier im Kopf gefühlt, professioneller, konzentrierter, produktiver.

Das ist für mich einer der wichtigsten (und auch nützlichsten) Punkte des Minimalismus. Singletasking, die Konzentration auf eine Sache. Und das mit so wenig Ablenkung wie möglich. Ein minimalistisch gehaltener Raum ist dabei natürlich nur ein Teil. Auch andere Projekte oder Probleme sollten distanziert von der aktuellen Situation im Oberstübchen aufbewahrt werden. Man kann nicht effektiv an einem Hobbyprojekt arbeiten, wenn nebenher ein vielleicht sogar existenzbedrohendes Problem im Raum nebenan wartet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.